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Was Ethikunterricht und die Tribute von Panem gemeinsam haben können

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Ich bin weder getauft worden noch besuchte ich irgend eine Art von Religionsunterricht. In der Schule hatten wir Ethik. „Ethik ist eine praktische Disziplin der Philosophie“ lehrte mich meine strenge Ethik-Lehrerin, Frau Schmidt. Diesen Satz werde ich nie vergessen, denn wir gingen ganze 4 Schulstunden jedes einzelne Wort dieser Definition durch. „Was ist Ethik?“, „Was ist Praxis?“, „Was ist eine Disziplin?“ und „Was ist Philosophie?“. So war mein Ethikhefter in meinem ersten Monat auf dem Gymnasium schon der dickste - und das obwohl ich kurz vorher nicht mal ansatzweise wusste, wozu Ethik überhaupt gut war.  Frau Schmidt fragte in jeder Ethik-Stunde die Fakten der letzten Stunde ab. Der Stundenbeginn war also geprägt von Angst, weil alle in der Klasse wussten, sie würde wieder jemanden zur mündlichen Leistungskontrolle dran nehmen. Frau Schmidt war unberechenbar, denn manchmal machte sie die Kontrolle erst zum Ende der Stunde oder gar mittendrin. Wer also hoffte, sie hatte viellei...

Vom Glück und Unglück des Lebens

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Dies ist die Geschichte von Felix, dem Glücklichen und Lars, dem nicht so Glücklichen.  Felix, der Sonnenstrahl des Universums  Es gibt Menschen da draußen, die schweben mit einer Leichtigkeit durch's Leben, die mich staunen lässt. Felix ist so eine Person. Er ist geprägt von einem großen Meer aus Optimismus, denn er führt gute Freundschaften, ist beruflich erfolgreich, verdient dementsprechend und hat genug Geld, um sich und seine bildhübsche Frau sowie seine 2 Bilderbuch-Kinder zu ernähren. Ich kenne Felix als guten Erzähler, dem alle um ihn herum gern zuhören, wenn er wieder einmal eine seiner Uni-Geschichten auspackt. Welch eine Ironie des Lebens, dass der Name Felix aus dem Lateinischen kommt und "glücklich" bedeutet. Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass Felix jemals unglücklich gewesen ist.  Er ist in seinem Leben viel gereist, hatte bereits sein eigenes Unternehmen und lebt jetzt in einem großen Haus am Rande der Stadt. Heute trägt er sein Herz au...

Über meine emotionale Affäre mit einem verheirateten Mann

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Fremdverliebtheit ist mir in meinem bisher kurzen Leben (momentan bin ich 34 Jahre alt) schon einige Male begegnet. Ich erlebte es das erste Mal mit 17 und das letzte Mal in meiner letzten Beziehung. „Wieso immer ich? Und wieso kommen einige Menschen mit jahrelang-beständigen Beziehungen durch's Leben und ich verliebe mich immer wieder fremd?“ grübelte ich verzweifelt vor mich hin. In meiner letzten Beziehung verliebte ich mich in jemanden, der so gar nicht dem Klischee entspricht, in das ich mich sonst immer verliebt hatte.  Der Klischee-Typ, der meine Sehnsüchte triggert, ist normalerweise alternativ und trägt längere Haare. Er hört Indie-Musik, raucht vielleicht sogar und trinkt gern Bier. Er ist weltgewandt und eloquent, ich kann mit ihm in eine Art von Tiefgründigkeit abtauchen, in die nicht jeder Zugang hat. Wir haben eine Meta-Ebene und verschanzen uns dort. Schließlich zelebrieren wir dann gemeinsam die Glückseligkeit von körperlicher Intimität.  Andi (ich nutze hier...

Meine Bucketlist

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Ich habe während meiner beruflichen Auszeit von 4 Monaten beschlossen, mein Leben grundlegend zu verändern. Ich weiß nun, dass ich mich wieder gern mehr mit Persönlichkeitsentwicklung und Glücksforschung beschäftigen will. Ich habe mir meine persönliche Bucket List angelegt.   Kommunikationstrainerin werden nach Südamerika reisen einen Kochkurs besuchen Einen hohen Berg besteigen Ein Haus am Meer besitzen Einen Bericht im Fernsehen über mich sehen / in der Zeitung über mich lesen längere Zeit im Ausland leben Bungee Jumping Sport zum Teil meines Lebens machen Ein Haus bauen/kaufen Einen Podcast betreiben Ein Buch schreiben Polarlichter sehen Nähen lernen, meine eigene Kleidung nähen Mich tätowieren lassen Hypnose lernen/ Kurs machen Hypnotisiert werden Zu einer Wahrsagerin gehen Mich coachen lassen Nach Grönland reisen Mit der Transsibirischen Eisenbahn fahren Nach Sibirien reisen Ein Kind bekommen Heiraten Einen Ashram besuchen Mehr über Buddhismus lernen Moderieren / Synchro...

Als ich endlich beschlossen habe, mich bedingungslos zu lieben

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Ich hatte mal eine Kollegin, die ließ sich den Spruch „Don't forget to love yourself“ auf ihren Unterarm tätowieren. Was für eine Symbolkraft. Sie ließ sie sich den stylischen Reminder auf ihrem Körper für immer verewigen, damit sie jeden Tag daran erinnert wird, sich selbst zu lieben. Um einmal in Omas Floskel-Schublade zu kramen: Es heißt ja auch „Liebe dich selbst, damit du andere lieben kannst.“ Oma hatte Recht. Heute weiß ich, dass ich immer dachte, ich wüsste ja schon, was Selbstliebe ist. „Selbstliebe“ - die Fähigkeit, sich selbst anzuerkennen und alle Macken zu tolerieren“ oder so ähnlich. Ich sehe mich selbst, wie ich meinem jüngeren Ich um Verzeihung bitte, dass ich so viel Zeit damit verbracht habe, mich zu verachten, zerstören und mir selber nicht zuzuhören. Die Worte, die ich gern an mein jüngeres Ich richten möchte: Bitte verzeih mir, dass ich mich so oft mit Alkohol und Zigaretten betäubt habe. Es tut mir leid, dass ich meinen Körper und mein Aussehen so oft gehasst ...

Liebe aus Glas

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LIEBE AUS GLAS Ich laufe auf Glas Dabei höre ich deine Lieder Ich werde paranoider Sag doch was! An dich zu denken ist wie Glas Ich zerbreche und Du zerbrichst In meinen Gedanken Ein Wasserglas – ist es, was ich jetzt brauche, um meine Sehnsucht nach dir zu ertränken Mich zu quälen macht dir scheinbar Spaß Komm her und küss mich – damit ich mich schlecht fühle und in Selbsthass versinke Das ist es doch, was du willst! Wir sind zwei Welten, durch Gefühle vereint wir fallen in Träume in Hoffnungen wir wissen, was uns verbindet eine Kraft, die stärker ist als Tugend So machtlos wie Glas Ist die Liebe Das war‘s

Fireworks

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Als du mich ansprachst, war es wie eine dieser abendlichen Disko-Begegnungen. „Hey, wie heißt denn das Lied?“ Ich glaube, es war Two Door Cinema Club mit „I can talk“ . Wir kamen ins Gespräch. Du warst beeindruckt von mir, das sehe ich an deinen Augen. Politische Diskussionen mit Bier und Kippe in der Hand und dazu wundervolle Indie-Songs. Es war einer dieser frühlingshaften April-Abende, die mir ein gutes Gefühl geben. Eine Woche später sehen wir uns wieder, ohne Austausch von Informationen oder Nummern. Nicht einmal deinen Namen kenne ich. Wieder verwickeln wir uns in ein Gespräch, das im Morgengrauen am Brunnen in der Innenstadt endet. Benni – alles klar, wir umarmen uns und gehen heim, du nach Westen, ich nach Süden. Ich habe deine Nummer, aber sicherlich nie vor, dich anzurufen. Irgendwann tu ich es doch, aus Versehen. Ich wollte doch jemand anderem schreiben und bin in der Zeile verrutscht. Das wollte ich nicht. Erwartungen schüren oder Treffen provozieren. Wir gehen trotzdem Kaf...